Der Islam ist keine neue Religion, sondern der abschließende Höhepunkt und die Erfüllung der selben Grundwahrheiten, die Gott durch alle seine Propheten allen Völkern offenbart hat, Eine Lebensweise versinnbildlicht durch Frieden – Frieden mit Gott, Frieden mit sich selbst und Frieden mit den Geschöpfen Gottes durch Ergebung in Gott und Bindung an seine Rechtleitung.

 

Die fünf Säulen des Islam
Sie sind die Grundlage des Lebens als Muslim: Glaube an die Einzigkeit Gottes und das abschließende Prophetentum Mohammed (A.S.M.)s; Verrichten des täglichen Gebets; Sorge für die Bedürftigen und Zuwendung an sie geben; Selbstreinigung durch Fasten; und die Wallfahr nach Mekka für diejenigen, die dazu körperlich und finanziell imstande sind.

Schahadah oder Glaubensbekenntnis
»Nichts ist der Anbetung würdig außer Gott, und Mohammed (A.S.M.) ist Gottes Gesandter.« Dies Glaubensbekundung nennt man die Schahadah, einen einfachen Satz, den alle Gläubigen aussprechen. Die Bedeutung dieser Bekundung ist der Glaube, dass der einzige Zweck des Lebens darin besteht, Gott zu dienen und gehorsam zu sein, und dies wird erlangt durch die Befolgung der Lehren und Verhaltensweisen des letzten Propheten Mohammed (A.S.M.).

Salah oder Gebet
Salah ist die Bezeichnung für das Gebet, das zu fünf Tageszeiten verrichtet wird und eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Betenden und Gott bedeutet. Zu diesen fünf rituellen Gebeten gehören Verse aus dem Qur’an, und sie werden in arabischer Sprache, der Sprache der Offenbarung, gesprochen. Persönliche Gebete könnten indes in der jeweils eigenen Sprache und zu jeder beliebigen Zeit erfolgen.

Zakah oder Spenden geben
Ein wichtiger Grundsatz des Islam ist, dass alles Gott gehört, und dass folglich Reichtum dem Menschen nur anvertraut ist. Das Wort Zakah bedeutet sowohl »Reinigung« als auch »Wachstum«. Einen Anteil für die Bedürftigen beiseite zu legen reinigt unser Vermögen, und wie beim Zurückschneiden der Pflanzen führt es zur Ausgewogenheit und neuem Wachstum.

Muslimisches Leben in der Familie

Die Familie bildet die Grundlage für die Islamische Gesellschaft. Der Frieden und die Sicherheit, die eine festgefügte Familie bieten, werden hochgeschätzt und gelten als entscheidend für das spirituelle Gedeihen ihrer Angehörigen. Eine harmonische Gesellschaftsordnung beruht auf der Existenz von Großfamilien. Kinder werden geschätzt und verlassen das Elternhaus selten bevor sie heiraten.
Die Eltern werden in der islamischen Tradition hochgeachtet, und es gilt als Ehre und Segen, sich um die betagten Eltern zu kümmern. Die Mütter werden ganz besonders geehrt: Der Qur’an lehrt, dass die Mütter weil sie durch Schwangerschaft, Geburt und Aufziehen der Kinder manches zu ertragen haben, besondere Rücksicht und Güte verdienen.
Im Qur’an heißt es:

»Und wir haben den Menschen über seine beiden Eltern angewiesen – es hat ihm seine Mutter getragen, in Schwäche über Schwäche, und seine Entwöhnung ist in zwei Jahren – sei Mir dankbar und deinen beiden Eltern, bei Mir ist das endgültig Sein.« (Sure 31, 14)

Eine muslimische Heirat ist sowohl eine heilige Handlung als auch ein rechtliche Übereinkunft, bei der jeder Partner legitime Bedingungen einbringen darf. Folglich ist die Ehescheidung, obwohl unüblich, nur als letzte Lösung erlaubt. Die Heiratsgebräuche sind ansonsten von Land zu Land sehr verschieden.

(Quelle: lichtstr.de)

 

Das Gottesbild
Der Islam verkündet eine reine Form des Monotheismus. Gott ist der Eine Gott; Er ist unteilbar und hat niemand neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist Ihm auch nur ähnlich. Nichts geschieht ohne Seinen Willen. Er ist der Erste, der Letzte, der Ewige, der Unendliche, der Allmächtige, der Allwissende. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Er ist der Gerechte, der Allerbarmer, der Gnädige, der Liebende, der Gütige, der Erhabene, der Preiswürdige, der Wahrhaftige. Er ist der Inhaber und Besitzer aller vollkommenen Eigenschaften. Die
99 Namen Allahs. Alle diese, und noch andere im Koran erwähnten Eigenschaften Gottes, müssen in ausgewogener Weise betrachtet werden, ohne dass die eine Eigenschaft zugunsten einer anderen vernachlässigt wird, oder zum Nachteil einer anderen überbetont wird.


Einheit der Religionen
Der Islam betont den einheitlichen Ursprung aller monotheistischen Religionen. Nach seiner Lehre sind dem menschlichen Geist, trotz seiner großen Möglichkeiten, bestimmte Grenzen gesetzt, die er weder mit den exakten, noch mit empirischen Wissenschaften überschreiten kann. So liegt für den Menschen das sichere Wissen um die letzten Wahrheiten jenseits dieser Grenzen, und die einzige Quelle, die dem Menschen für die Erreichung dieses Wissens offen steht, ist die göttliche Offenbarung, die ihm von Anbeginn der Zeit zur Verfügung stand. Die Propheten des Einen Gottes erschienen im Verlauf der Geschichte in jedem Land und bei jeder Gemeinschaft und überbrachten den Menschen die Weisungen Gottes. Die Menschheit wurde so auf die letzte und an die ganze Welt gerichtete Botschaft stufenweise vorbereitet. Diese letzte göttliche Offenbarung, die durch den letzten Propheten Muhammad überbracht wurde, berichtigt und ergänzt alle vorherigen Botschaften Gottes. Diese letzte Botschaft ist wissenschaftlich beweisbar, bis auf den heutigen Tag den Menschen unverändert geblieben. Der Muslim glaubt an alle Propheten, von Adam über Abraham, Moses Jesus bis hin zu
Muhammad die ohne Unterschied und verehrt sie alle. Die Muslime glauben an alle göttlichen Offenbarungen, von der Thora über die Psalmen und das Evangelium bis hin zum Koran, der letzten dieser Offenbarungen, die unverfälscht geblieben ist, und die all das enthält, was der Mensch zu einem gottgewollten Leben benötigt.

Einheit Lebensweg
Der Islam ist ein Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins erstreckt und der in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die Praxis umgesetzte Wissen um die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit seiner Propheten, seiner Bücher, seiner Engel und des Lebens nach dem Tode. Ein Muslim ist derjenige, der die Gesetze Gottes in allen Lebenssituationen befolgt, und die islamische Gesellschaft ist die nach Wissen um den Willen Gottes strebende Gemeinschaft, in der jeder Einzelne direkt und ohne Vermittlung eines Priesters mit Gott in Verbindung steht. Und schließlich ist die islamische Gesellschaft die jedem Nichtmuslim respektvolle Toleranz entgegenbringende Gemeinschaft der Gottgläubigen, denn das Wort Islam hat sowohl die Bedeutung Hingabe und Unterwerfung unter den Willen Gottes, als auch die Bedeutung Frieden .

Einheit der Menschen
Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Menschheit. Er betont, dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw., niemals den Grund für Überlegenheitensansprüche einer Gruppe gegenüber einer anderen bilden können. Die einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt sich auf geistig sittlicher Ebene, nämlich die Unterscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht.(49/12)

Vernunft und Wissenschaft
Der Islam betrachtet die Vernunft als ein kennzeichnendes Merkmal des Menschen und als eine Gabe Gottes. Sie ist der Grund für die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott und gleichzeitig sein Führer in allen Lebenssituationen. Weil der Islam der Vernunft einen so bedeutenden Platz einräumt, darf es für menschenverachtende Kulte und willkürlich verhängte Dogmen keinen Platz geben.
Der Islam macht das Streben nach Wissen zur Pflicht eines jeden Muslims. Er geht sogar so weit, die wissenschaftliche Arbeit zum Gottesdienst zu erheben. In ständigem Appell fordert der Koran den Menschen dazu auf, die Natur zu erforschen, damit er die Existenz Gottes und Seine Eigenschaften erkennt. Im Koran findet der Muslim die Grundlagen und Richtlinien für ein wissenschaftliches Forschen. Die einzige Einschränkung auf diesem Gebiet besteht darin, dass die Forschung selbst nie zum Ziel werden darf, sondern immer ein Mittel zur Erreichung menschlichen Fortschritts und zur Vervollkommnung der Moral bleiben muss.

Ziele des Islam
Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern er richtet sein Augenmerk in gleichem Maße auch auf das diesseitige Leben. Sittliche Vollkommenheit, sozialer Fortschritt, wirtschaftliche Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren menschlichen Glücks in diesem Leben und im jenseitigem Leben zu verwirklichen sucht.

Pflichten des Muslims und die fünf Säulen des Islam
Zur ersten Säule im Islam gehört die "Shahada", das Glaubensbezugnis im Islam: "La Ilaha illahllah wa muhmmad rasullalllah" - übersetzt aus den Arabischen: Es gibt keinen Gott ausser Allah und Muhammad ist sein Gesandter. Der Islam schreibt den Gläubigen das tägliche
Gebet vor. Dadurch wird neben der äußeren Reinigung durch Waschung auch die Reinigung der Seele erzielt. Die Vermögensabgabe (Zakat) ist nicht nur ein Faktor des sozialen Systems des Islam, sondern auch gleichzeitig ein Mittel zur seelischen Entlastung, denn sie soll allein aus dem Glauben an Gott gezahlt werden. Das vorgeschriebene Fasten im Monat Ramadan gibt dem Gläubigen nicht nur ein Mittel zur Erlangung von Selbstbeherrschung, sondern erinnert ihn auch an die Herabsendung des Heiligen Korans. Die Pilgerfahrt nach Mekka schließlich lässt den Gläubigen die Hinwendung an Gott, die Opferbereitschaft und die Brüderschaft der Muslime aus aller Welt spüren. Neben diesen vier Hauptpflichten, die dem Gläubigen vorgeschrieben sind, gehören noch zu den islamischen Vorschriften noch weitere Gebote und Verbote, die dem Menschen den Weg zu einem glücklichen Leben in dieser Welt und einem gottnahen ewigen Leben im Jenseits weisen. Somit kann jede Arbeit des Menschen zum Gottesdienst werden, nämlich dann, wenn sie gemäß der prophetischen Tradition und mit der aufrichtigen Absicht gegenüber Gott durchgeführt wird.


(Überarbeitete und gekürzte Ausgabe des im Mai 1994 vom IZA (Bilal-Moschee Aachen) veröffentlichten Flyer)

Die Namen Allahs

 

Der Glaube an Gott ist für den Muslim die wichtigste und alles beeinflussende Grundlage seiner Weltanschauung. Allah, das ist nicht etwa der Name eines speziellen Gottes, der nur für die Muslime da ist, sondern Allah ist der einzige zu Recht angebetete und verehrte Schöpfer des Universums, der seit dem es Menschen auf dieser Erde gibt, diesen Weisungen hat zukommen lassen. Er hat die Menschen geschaffen und zeigte ihnen durch seine Offenbarung den besten Weg für sie im Diesseits, damit sie im Jenseits nicht unter den Verlierern sein werden.

Gott ist absolut transzendent; nichts ist Ihm auch nur ähnlich. Jedem Menschen hat Gott die Fähigkeit mitgegeben Ihn zu erkennen, wenn er wirklich aufrichtig nach ihm sucht.

Jeder denkende Menschen findet in der Natur und in sich selbst viele Zeichen, welche die Existenz Gottes beweisen, und deswegen heißt es auch in der Offenbarung Gottes, dem Koran:

Und auf der Erde gibt es für diejenigen,
die überzeugt sind, Zeichen (von Allah),
und in euch selber.
Wollt ihr denn nicht sehen?
(51/20-21)

Da Gott absolut transzendent ist, sind wir auf eigenen Aussagen über sich selbst angewiesen, die Er uns durch seine Offenbarungen zukommen ließ. Nur dadurch wird es dem Menschen möglich, Ihn in seinen Dimensionen in sinnvollem Maß mit dem menschlichen Verstand zu erfassen; der Mensch erkennt, daß er sich nur selbst schadet, wenn es ihm nicht gelingt, sich Allah vollkommen zu unterwerfen. Islam bedeutet daher: vollkomme Unterwerfung unter den Willen des Einen Gottes.

Gott hat viele Namen und Eigenschaften, wovon er uns nur einige in seiner Offenbarung genannt hat.


Die Herrschaft Gottes

Allah ist ...

1. Al-Malik der Herrscher und König; niemand außer ihm hat die Eigenschaft der absoluten Herrschaft, und deswegen sind alle Menschen vor Ihm gleich. Alle Geschöpfe sind seine Diener, und niemand darf einem anderen dienen.
2. Al-Dschalil der Majestätische.
3. Al-Karim der Ehrenvolle, der Großzügige, der die Menschen am jüngsten Tag für begrenzte gute Taten mit unbegrenztem Guten belohnen wird.
4. Sul-Dschalali-wal-Ikram derjenige, dem die Majestät und die Ehre eigen sind.
5. Al-Qudduus der Heilige, der Einzigheilige, und nur Ihm gehört alle Lobpreisung.
6. As-Salaam er selbst ist der Friede, und er ist der Verleiher des Friedens;sich Ihm zu unterwerfen, bedeutet inerren Frieden zu finden, und nur die Gesellschaft oder Gemeinschaft, die seine Anordnungen befolgt, findet wirklichen Frieden. Auch der oft erwähnte Weltfrieden kann nur dann erreicht werden, wenn alle Menschen Gott als solchen anerkennen und seine Gesetzt befolgen.
7. Al-Mumin der Verleiher der Sicherheit, und er verleiht sie denjenigen, die Seine Herrschaft anerkennen und Seinen Gesetzen folgen.
8. Al-Muhaimin der Beherrscher, der das ganze Universum unter Seiner Kontrolle hält. Er ist der Beschützer und der Bewacher. Nur bei Ihm findet der Mensch wirklichen Schutz.
9. Al-Asies der Allmächtige; alle Macht geht von Ihm aus, und ohne Sein Wollen hätte nichts und niemand Macht.
10. Al-Dschabbaar der Unterwerfer, der alles nach Seinem Willen unterwerfen kann und der am jüngsten Tag alles unterwerfen wird.
11. Al-Mutakabbir der Stolze, der auf sein Werk mit Recht stolz sein kann, denn Sein Werk und Er selbst ist vollkommen.
12. Al-Aly der Hohe.
13. Al-Kabir Der unvergleichlich Große.
14. Al-Adsiem der Erhabene, nichts ist erhabener als Er, und Seine Zufriedenheit zu erlangen, ist das höchste Ziel eines jeden Muslims.
15. Al-Qawi der Mächtige.
16. Al-Matin der Starke in der Hilfe und der Bestrafung.
17. Al-Qahhaar der Alles-Bezwinger; niemand kann sich Seinem Willen widersetzen.
18. Al-Waali der einzige und absolute Herrscher. Vor ihm muß der Mensch über all sein Tun und Lassen Rechenschaft ablegen.
19. Al-Muta'aal der Besitzer aller vorzüglichen Eigenschaften. Nach Vergleich mit dem Quran empfiehlt die VIB die Umschrift Al-Muta'aali.
20. Al-Muntaqim der gerechte Vergelter.
21. Al-Muqsit der unparteiisch Richtende.
22. Malik-al-Mulk Inhaber aller Reichtümer
23. Al-Ghany der Reiche, der niemanden braucht.
24. Al-Hakam der weise Richter.
25. Al-Adl der Gerechte, der jeden Menschen mit absoluter Gerechtigkeit richten wird.
26. Al-Raqieb der Wachsame, dem nichts entgeht.
27. Al-Muhsy der alles Aufzeichnende.
28. Al-Hasieb der genau Berechnende.
29. Al-Madschid der Ruhmvolle.
30. Al-Madschied der Glorreiche.
31. Al-Quadir der zu allem Fähige, der Besitzer aller Macht und Autorität. Von ihm gehen alle Gesetze aus, und Er ist die einzige Quelle des gutgewollten Systems, des Islam. Alle Menschen unterstehen seinen Gesetzen, und niemand, auch die vereinte Menschheit nicht, kann sich über die von Ihm erlassenen Gesetze hinwegsetzen, ohne dabei an Leib und Seele Schaden zu nehmen.
32. Al-Muqtadir (siehe oben).

Allah der Erschaffer

Allah ist ...

33. Al-Chaliq der Schöpfer, der alles, was wir sehen und was wir nicht sehen durch die einfach Formel sei geschaffen hat.
34. Al-Bary der Erschaffer, der alles aus dem Nichts erschuf.
35. Al-Musawwir der Erschaffer, der jedem Ding seine Form und Gestalt gibt.
36. Al-Wadschid der Former, der allen Dingen ihr Sein verliehen hat.
37. Al-Mubdi der Urheber alles Geschaffenen aus dem Nichts.
38. Al-Mu'ied der alles wieder zum Leben erwecken wird.
39. Al-Muhjie der Lebensspendende.
40. Al-Mumiet der, in dessen Hand der Tod ist.
41. Al-Ba`ith der die Menschen am jüngsten Tag wieder zum Leben erwecken wird.
42. Al-Hafieth der Erhalter, der die Taten seiner Diener bis zur Rechenschaft am jüngsten Tag erhält. Er ist der Beschützer, ohne den es keinen Schutz gibt und vor dem niemand beschützen kann.
43. Al-Ghaffar der große Verzeiher, der demjenigen, der sich versündigt hat und sich dann wieder Gott zuwendet, sofort vergibt, wenn dessen Reue echt ist.
44. Al-Ghafur der stets Verzeihende.
45. Asch-Schakur der Dankbare, der seinem Diener auch für die kleinste Tat große Belohnung zukommen läßt.
46. Al-Tawwab der die Reue seiner Diener Annehmende.
47. Ar-Ra'uf der Gnädige.
48. Al-Afu der Vergeber der Sünden.
49. Al-Latief der das Feinste in allen Dimensionen erfaßt, der Feinfühlige, der Gütige.
50. Al-Haliem der Nachsichtige für all diejenigen, die in ihrer Schwäche sündigen, sich dann aber wieder Gott zuwenden.
51. Al-Mudschieb der Erhörer der Gebete.
52. Al-Wahhab der Verleiher und Geber, der seine Gaben an die Menschen verteilt, damit diese sie gemäß den Gesetzen Gottes zur Erreichung des Wohls der Menschheit benutzen.
53. Ar-Rassaq der Versorger, der die Dinge nicht nur geschaffen hat, sondern sie auch weiter unterhält. Er versorgt in Seiner Güte sowohl die, die an ihn glauben, als auch die, die nicht an ihn glauben.
54. Al-Muqiet der alle Ernährende.
55. Al-Mun'im der Gunstverleiher.
56. Al-Wasi der mit seiner Wohltätigkeit und Seinem Wissen alles Umfassende.
57. Al-Barr der Wohltätige.
58. Al-Qabid der die Gaben nach Seinem Ermessen zurückhält.
59. Al-Baßit der diese Gaben aber auch ausreichend und großzügig gewährt.

Allah hat die vorzüglichsten Eigenschaften

Allah ist ...

60. Al-Fattah der Öffner der Türen zum Wissen und zum Erfolg in dieser und in der nächsten Welt.
61. Al-Aliem der Allwissende, dem nicht die kleinste Tat, noch das leiseste Wort, noch der flüchtigste Gedanke entgeht.
62. Al-Hakiem der Allweise, dessen Entscheidung immer zum besten Seiner Diener ist, auch wenn sie es oft nicht verstehen.
63. Al-Chabier der Kundige, der um die kleinsten Rechnungen des Herzens Wissende.
64. Asch-Schahied der Zeuge, der niemals abwesend ist.
65. Al-Haq der Wahrhaftige, der die Wahrheit, die absolute Wahrheit darstellt.
66. Al-Wakiel der Vertrauenswürdige, auf den man vertrauen und sich in jeder Situation verlassen kann.
67. Al-Wadud der Liebevolle, der alles mit seiner Liebe Umfassende.
68. Al-Wali der Schutzherr eines jeden, der seinen Schutz und seine Leitung braucht.
69. Al-Hamied der Preiswürdige, dem aller Dank gehört.
70. Al-Haiy der aus sich selbst Lebende.
71. Al-Qayum der, ohne dessen Hilfe nichts bestehen kann, für Seine Existenz ist er jedoch auf nichts angewiesen.
72. Al-Awal der Erste ohne Beginn.
73. Al-Aachir der Letzte ohne Ende.
74. Al-Saahir der Offenbare, auf dessen Existenz alles Geschaffene klar hinweist.
75. Al-Baatin der Verborgene, den niemand wirklich begreifen kann, denn Er ist absolut anders als alles, was wir uns vorstellen können.
76. Al-Chaafid der Erniedriger der Hochmütigen und zu Unrecht Stolzen.
77. Ar-Raafie der Erhörer der Demütigen und Bescheidenen.
78. Al-Muis der Verleiher der Ehre, denn wirkliche Ehre kommt weder von Geld, noch von etwas anderem, nur Gott allein kann einem Menschen wirkliche Ehre verleihen.
79. Al-Musill der Demütiger der Unterdrücker ihrer Mitmenschen und derjenigen, die sich anmaßen, mehr sein zu wollen als nur Diener Gottes.
80. Al-Muqaddim der Hervorheber, der jemandem nach Seinem Willen zu besseren Lebensstandard verhilft. Er ist es, der die Menschheit mit allen Mitteln des wirklichen Fortschritts versorgt.
81. Al-Mu'achir der aufschieben kann, wann er will und zurückdringen, wen er will.
82. Al-Dschaami der alle Menschen am jüngsten Tag versammeln wird.
83. Al-Mughni der Verleiher der Reichtümer.
84. Ad-Daar ohne dessen Erlaubnis niemandem etwas zustoßen kann.
85. An-Naafi der Wohltäter, der der Menschheit alle Wohltaten dieser Welt zukommen läßt.
86. An-Nur das Licht, ohne dessen Erleuchtung der Mensch irregeführt wird und die Menschheit in Dunkelheit versinken würde.
87. Al-Hadi der Führer zum rechten Weg, ohne dessen Führung die Menschheit sich selbst auslöschen würde.
88. Ar-Raschied (siehe oben).
89. Al-Badi der Schöpfer aller Dinge in ihrer schönsten Form.
90. Al-Baaqi der ewig Bleibende.
91. Al-Waarith der einzige Erbe, denn außer ihm ist nichts beständig.
92. As-Sabur der Geduldige, der trotz des ewigen Ungehorsams der Menschen ihnen immer wieder Seine Leitung anbietet und sie barmherzig versorgt.

Kein Gott außer Allah

Allah ist ...

93. Al-Waahid der Eine, der niemanden neben sich hat.
94. Al-Ahad der Einzige, der niemand ähnelt.
95. Al-Fard der Einzelne.
96. As-Samad der von allem und jedem Unabhängige.
97. Ar-Rahman der Seiner gesamten Schöpfung Gnädige.
98. Ar-Rahiem der Seinen Dienern Barmherzigkeit Erweisende.
99. Allah der einzige zu Recht Angebetete und Verehrte.

Gott ist also nicht jene langbärtige Vaterfigur, die lächelnd auf einem großen Thron sitzt, noch ist Er ein Nur-Schöpfer-Gott, der nach dem Uhrmacherprinzip dann nicht mehr in die Schöpfung eingreift; auch ist Er nicht nur die Liebe, sondern Er ist eben so, wie Er sich selbst beschrieben hat und steht, obwohl absolut transzendent, mit Seinen Eigenschaften im Zentrum der Schöpfung und im Mittelpunkt des Lebens eines jeden Menschen. Jede Seiner Eigenschaften nimmt allzeitig direkten Einfluß auf das Leben eines jeden Individuums und jeder Gemeinschaft, ja, eines jeden Geschöpfs.

Er ist also der Schöpfer und Erhalter des gesamten Universums; der einzig Anbetungswürdige, und Er ist der absolute Herrscher, nach dessen Gesetzen sich jedes Geschöpf und jede Gemeinschaft zu richten hat.

Niemand ist so wie Er, und Er ist der Allhörende, der Allwissende

(Quelle:http://www.islam.de/72.php)

in der Schriftenreihe Kenne den Islam als Blatt Nr. 2 in der 3. überarbeiteten Ausgabe im Juni 1994 veröffentlicht.

© 1994 Islamisches Zentrum Aachen (IZA)

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